News 3. Quartal 2022


NEWS 21.09.2022

Globaler Klimastreik FridaysForFuture am 23.09.2022 um 12:00 ab Bahnhof Wittenberge
 
Die Klimakrise ist eine reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation – die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts. Wir fordern eine Politik, die dieser Aufgabe gerecht wird.
 
Fridays for Future: Das sind alle, die für unser Klima auf die Straße gehen. Die Klimastreik-Bewegung ist international, überparteilich, unabhängig und dezentral organisiert.
 
Die Folgen der Klimakrise und des Verlusts von Artenvielfalt werden immer spürbarer. Obwohl das Bewusstsein darüber wächst, ändert sich zu  wenig und zu langsam. Auch in den Sommermonaten Juni, Juli und August 2022 sind Tausende Menschen in Deutschland aufgrund der Hitze vorzeitig gestorben! Wir wollen nicht mehr tatenlos zusehen!

Viele Flüsse wie der Rhein und die Elbe trocknen aus, die Landwirtschaft erlebt starke Ernteeinbußen und die Preise für Lebensmittel verteuern sich zunehmend!  Millionen Menschen sind durch den Klimawandel weltweit in ihrer Existenz bedroht, sie hungern, flüchten und sterben! Wir wollen nicht länger tatenlos zusehen!

Die Verkehrswende in Deutschland und günstige Tarife für den Nahverkehr, ähnlich dem 9-Euroticket, sowie ein Tempolimit auf Autobahnen sind dringend notwendig um das 1,5Gradziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen! Wir wollen nicht mehr länger tatenlos zusehen!

Auch einkommensschwachen und autolosen Personen und Familien ist Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen! Wir brauchen in Deutschland keine neuen Autobahnen sondern ein deutschlandweites Nahverkehrsticket für alle zum Preis von maximal 365 Euro pro Jahr und Person!
 
Wir streiken für eine wirkungsvolle Politik, die dem Ausmaß der Klimakrise gerecht wird.
Wir haben nur noch maximal 7 Jahre, um unsere Ziele zu erreichen und müssen jetzt beginnen. Auf geht’s!



PM 15.09.2022

Verkehrswende ist notwendig
Trassenspaziergang gegen die Rodung des Storbecker Forstes am Sa., 17.09.2022

Die Aktionsgruppe „Keine A14“ und das „Bündnis Verkehrswende Elbe-Altmark“ beteiligen sich mit einem Trassenspaziergang am bevorstehenden bundesweiten Aktionswochenende gegen die neue Rodungssaison. Der Spaziergang findet am Sa., den 17.09.2022 von 13:30 Uhr bis ca. 15:30 Uhr genau dort statt, wo die nächsten großen Rodungen für den Bau der A14 beginnen: Storbecker Wald. Treffpunkt ist Zedau in 39606 Osterburg, Ende Blumenweg.


Wir laden alle interessierten Menschen ein, mit uns anzuschauen, wie die kommenden Orte der drohenden Zerstörung aussehen. Wir wollen uns zusammen ein Bild machen, welche wertvollen Naturflächen in Kürze für den Bau der A14 und deren zukünftige Industrieprojekte geopfert werden sollen. Zusätzlich gibt es Infos zum abgeschlossenen Klageverfahren.

„Die A14, ein Milliarden verschlingendes Projekt und als ökologische Todsünde Deutschlands bekannt, raubt uns wichtige Ressourcen und heizt die Klimakrise weiter an. Wir brauchen die lokalen Wälder, wir brauchen die landwirtschaftlichen Flächen und Wasserschutzgebiete, sonst vertrocknet die Altmark und Bauern verlieren ihre Existenzgrundlagen“, sagt Andrea Berger vom Bündnis Verkehrswende Elbe-Altmark.

Der Trassenspaziergang soll für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, eine zukunftsfähige Mobilität und damit für einen Baustopp der A14 werben. Das Geld für den Bau der A 14 muss jetzt in die Schiene für einen kostengünstigen ÖPNV fließen und für eine nachhaltige regionale Entwicklung verwendet werden.

Eine vollständige Übersicht über alle am Aktionswochenende teilnehmenden Gruppen finden Sie hier:
https://wald-statt-asphalt.net/gemeinsam-gegen-die-rodungssaison/


Hintergrund:  
Das Jahr 2022 gilt schon jetzt als das schlimmste Dürrejahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die Böden in Deutschland verzeichnen seit 3 Jahren eine extreme Dürre. Dennoch sollen schon in wenigen Wochen wieder gesunde Wälder, Trinkwasserschutzgebiete und viele andere wertvolle Naturflächen für Straßenbau und Industrieprojekte versiegelt und zerstört werden.

„Unsere Moore und Wälder sind essenziell für ein gesundes Klima, aber sie sind aufgrund der vielen Waldbrände in großer Gefahr. Trotzdem sollen jetzt zusätzlich wieder tausende von Hektar wertvoller Wald zerstört werden und das aufgrund von Planungen aus dem letzten Jahrhundert - das können wir nicht hinnehmen", so das Bündnis Wald statt Asphalt.

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NEWS 08.08.2022

Studie: Wiederbelebung alter Bahnstrecken lohnt sich vielerorts
Um Deutschland klimafreundlicher zu machen, wird vielerorts überlegt, alte Bahnstrecken wieder zu beleben. Dabei muss man auf mehr schauen, als nur die Kosten, meinen Wissenschaftler.

Die Wiederbelebung stillgelegter Bahnstrecken lohnt sich einer Studie zufolge in vielen ländlichen Regionen Deutschlands. Die Hürden etwa für eine Genehmigung seien aber hoch, fand ein Forscherteam im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) heraus. Zu häufig werde nur mit dem direkten finanziellen Nutzen argumentiert, während die Effekte auf Bevölkerungsentwicklung, Umwelt und Gesellschaft unberücksichtigt blieben. Hier mehr.



PM 19.07.2022

A14-Nordverlängerung wird mit russischem Oligarchen-Geld gebaut
Oligarch Oleg Wladimirowitsch Deripaska hält erhebliche Strabag-Aktienanteile

Nachdem das Bundesverwaltungsgericht im Mai just am „Erdüberlastungstag“ (Earth Overshoot Day) die letzte Klage gegen die Nordverlängerung der A14 abgewiesen und damit seine eigene Verantwortung beim Thema Klimaschutz unterminiert hat, wurde jetzt bekannt, dass der russische Oligarch Oleg Wladimirowitsch Deripaska den Bau der Bundesautobahn A14 erheblich mitfinanziert. Er hält mind. einen 17 % Anteil des österreichischen Bauunternehmens Strabag. Die Strabag-Gruppe hat von der Bundesregierung den Auftrag für den Bau der A14 bekommen.  

„Es ist für alle Beteiligten deutlich zu sehen, dass trotz Sanktionen und Ukraniekrieg bewusst in Kauf genommen wird, dass mit russischem Geld ein Infrastruktur-Prestigeprojekt gebaut wird. Hier muss die Bundesregierung handeln. Und auch die Bundesländer Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern stehen in der Verantwortung“, so Andrea Berger vom Verkehrswende-Bündnis.

Hintergrund
Oleg Wladimirowitsch Deripaska (russisch Оле́г Влади́мирович Дерипа́ска; geb. 02.01.1968 in Dserschinsk, Oblast Gorki, Russische SFSR, Sowjetunion ist ein russischer Oligarch. Er ist Gründer und Eigentümer von Basic Element, einer der größten russischen Industriegruppen. Deripaska besaß vor der Weltfinanzkrise 25 % aller Strabag-Aktien, musste diese aber wieder verkaufen. 2010 erwarb Deripaska neuerlich einen 17 % Anteil des österreichischen Bauunternehmens Strabag, verbunden mit der Option, bis 2014 die restlichen 8 % aus dem vormaligen Aktienpaket erwerben zu können. Die Strabag erhielt im Gegenzug eine 26 % Beteiligung am führenden russischen Straßenbaukonzern Transstroy.
(Quelle wikipedia)